Mythos Uta - Von der Venus des Mittelalters zur Krieger-Heiligen der Nazis

Ein Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Jens-Fietje Dwars (Jena)
zum Naumburger Meister im Wandel der Zeiten

Die Naumburger Uta ist weltbekannt - und doch voller Rätsel: Wie konnte die Venus des Mittelalters zur Kriegerheiligen der Nazis werden? Was hat die Schöne mit Nofretete gemeinsam? Warum würdigte Goethe sie keines Blickes? Und war sie wirklich das Vorbild für Disneys "Böse Königin"?
Jahrhundertelang blieben die Stifterfiguren im Westchor des Naumburger Domes unbeachtet. Goethe nahm sie nicht wahr, Schadow fand sie "merkwürdig", ohne ihrer Eigenart weiter nachzugehen. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt die steile Karriere des Naumburger Meisters, dessen Uta im Dritten Reich als Inbegriff der "deutschen Frau" gefeiert wurde.
Jens-Fietje Dwars zeigt in einem Lichtbildervortrag, wie jede Epoche sich selber in der Deutung des Meisters und seiner Werke spiegelt.



Zurück